Klagemauer und Besuch des Bischofs

Klagemauer an Markuskirche

Klagemauer am Kirchturm

Die Markusgemeinde hat für dieses Jahr in der Passionszeit eine kleine Klagemauer draußen vor ihrer Kirche aufgebaut.  Gerade jetzt in der Zeit der Corona-Pandemie möchte die Gemeinde den Menschen so einen Ort anbieten, an dem sie ihren Kummer vor Gott bringen können.  Die Klagemauer ist als Ort für eigene Gebete gedacht; ein Ort für die eigene Trauer, für Lasten und Sorgen, Nöte und Wünsche, für geheime Anliegen, die niemand außer Gott hören soll. Jeder der mag, kann vorbeikommen und seine Gedanken auf ein Blatt Papier schreiben und gerollt in eine der kleinen Rollen stecken, die an der Klagemauer zu finden sind. Die Klagemauer ist für die gesamte Passionszeit geöffnet, beendet wird die Aktion an Ostern, dann werden all die Zettel ungelesen im Feuer verbrannt.

Die Tradition der Klagemauer stammt aus Israel. In Jerusalem wird die westliche Stützmauer des Tempelplatzes Klagemauer genannt. Juden nutzen sie als Ort des Gebets. Sie stecken gerollte Zettel mit Gebeten in die Spalten und Ritzen der Mauer.

Bischof Ralf Meister übergibt Pastorin Sophie Anca die Osterkerzen

Landesbischof Meister verschenkt 25.000 Osterkerzen als Hoffnungszeichen

In den Wochen bis Ostern verschenkt Landesbischof Ralf Meister 25.000 Osterkerzen an rund 250 Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen in der Landeskirche Hannovers. In 100 Kirchengemeinden wird der Landesbischof die Kerzen bei Kurzbesuchen in den nächsten Wochen unter Einhaltung der geltenden Hygienekonzepte persönlich übergeben. Die Kerzen sind für Aktionen rund um das Osterfest oder die Feier der Osternacht gedacht.

"Die Osterkerzen, die ich mitbringe, sind kleine Zeichen der Hoffnung: Gott lässt uns in dieser Zeit nicht allein. Sein Licht durchdringt alle Dunkelheit und es lässt es hell werden. Das war und ist eine zentrale Botschaft der Passions- und Osterzeit. In unserer aktuellen Situation spüren wir ganz konkret,  wie sehr wir diesen Trost und diese Zuversicht brauchen."

Innerhalb von vier Tagen hatten sich auf die Anfrage des Landesbischofs 250 Kirchengemeinden aus allen Regionen der Landeskirche gemeldet. Auf 18 Tagestouren wird Ralf Meister jetzt bis Ende März gut 100 Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen besuchen. An manchen Orten ist eine schlichte Übergabe der Kerzen vorgesehen, an anderen Stationen wird er auch an kurzen Gottesdiensten, Andachten oder anderen Aktionen teilnehmen. Alle Kirchengemeinden, die er nicht besuchen kann, erhalten die Pakete mit jeweils 100 Kerzen per Post.

"Die Besuche in Kirchengemeinden, der Austausch mit Gemeindemitgliedern und den Verantwortlichen in den Gemeinden und das gemeinsame Feiern von Gottesdiensten und Andachten sind für mich mit die wichtigsten und schönsten Aufgaben als Landesbischof. Das war in den letzten zwölf Monaten leider kaum möglich. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass jetzt wenigstens diese kurzen Aufenthalte in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen möglich sind, auch wenn es nur mit Maske und auf Abstand ist. Und ich freue mich sehr, dass mich so viele herzliche Einladungen erreicht haben."

Seine erste Fahrt hat der Landesbischof bereits heute (19.02.2021) begonnen. Sie führt ihn von Hameln über Lehrte, Hildesheim und den Oberharz bis nach Göttingen. Alle Touren wird der Landesbischof in seinem Dienstwagen zurücklegen, einem Elektroauto.

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