Sie haben die Wahl – nicht nur in der Politik

Glaubenssache

Anette Heinze, Ehrenamtliche Mitarbeiterin der St.-Nikolaus-Gemeinde, Burgdorf. Foto: privat
Anette Heinze, Ehrenamtliche in der St.-Nikolaus-Gemeinde. Foto: privat

In einer Zeit, in der viele Menschen sich ihren Glauben aus dem reichen Angebot der Möglichkeiten zusammenbasteln, sind wir dazu geneigt, auch unseren christlichen Glauben selbst zu gestalten. Was unbequem ist, wird gerne gestrichen, das Schöne bekommt Gewicht. Aber Gott ist nicht nur das Bild was wir von IHM haben. ER ist nicht nur der Gott, der uns reich beschenkt, er ist auch manchmal unbequem und unverständlich.

Im Markusevangelium können wir an diesem Wochenende lesen: „Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus erwiderte: „Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht schlecht von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.“ Wovon man sich zu distanzieren hat, das sagt Jesus in den nächsten Versen: „das sind jene, die zum Bösen verführen, das heißt zu Spaltung, Neid, Missgunst, Streitereien, Diebstahl, Mord und dergleichen, und nicht zuletzt jene, die zum Glaubensabfall verführen wollen.“

Was kann das alles für uns heute bedeuten?

Es ist nicht unsere Aufgabe, Gottes Handeln einzugrenzen, vielmehr dürfen wir uns über die Spuren Gottes auch außerhalb der christlichen Religion insgesamt freuen.
Viel wichtiger sollen und müssen wir uns immer neu die Frage stellen, wie es bei uns selbst als Christen mit unserer Beziehung zu Christus und in unserer unsicheren Welt zueinander aussieht und versuchen, diese Spuren in unserem Handeln und Wahl sichtbar zu machen.

Was wählen wir?

Anette Heinze
Ehrenamtliche Mitarbeiterin der St.-Nikolaus-Gemeinde, Burgdorf

„Glaubenssache - Beiträge und Texte aus Kirche und Religion“ erscheint als Kolumne jeweils sonnabends im Marktspiegel für Burgdorf und Uetze, sowie im Marktspiegel für Lehrte und Sehnde. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Kirchen schreiben Beiträge aus ihren Kirchengemeinden, Einrichtungen und Arbeitsfeldern, von ihren Erfahrungen und zu dem, was sie gerade beschäftigt.

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