Vorsorgebroschüre & Patienten-Verfügung bestellen

Lieber Gemeindemitglieder,

solange Sie selbst über medizinische Maßnahmen entscheiden können, dürfen ÄrztInnen Sie nur behandeln, wenn Sie in die Behandlung vorher eingewilligt haben.

Mit der Patienten-Verfügung. hat der Gesetzgeber allen volljährigen BürgerInnen ein Instrument gegeben, mit dem sie in jeder Phase ihres Lebens vorsorglich für den Fall der Einwilligungsunfähigkeit festlegen können, ob und inwieweit sie in eine ärztliche Behandlung oder pflegerische Begleitung einwilligen oder diese ablehnen. Eine Patientenverfügung ist für alle Beteiligten verbindlich, soweit sie Ihren Willen für eine konkrete Behandlungssituation klar erkennbar ausdrückt. Die Verbindlichkeit Ihres Willens ist nicht an ein bestimmtes Stadium oder einen prognostizierten Fortgang einer Krankheit geknüpft. Es ist wichtig, dass Sie Ihren wirklichen Willen ergründen. Eine Patientenverfügung  ist als Ausdruck der Auseinandersetzung mit der Begrenztheit des Lebens und der Wahrnehmung der eigenen Autonomie anzusehen.

Herzlichen Gruß

Klaus Kiene

 

Als Markusgemeinde möchten wir unseren Gemeindegliedern daher einen besonderen Service bieten: Sie können bei Frau Freystein im Büro per Mail (kg.markus-lehrte@evlka.de) oder telefonisch unter 05132-2269 eine Vorsorgebroschüre inkl. einer Patientenverfügung kostenlos bestellen.
Sie wird innerhalb des Markusgemeindegebietes kostenlos zugestellt. Sie bestellen einfach mit Namen und Adresse (max. 1 Exemplar pro Bewohner in Ihrem Haushalt) und jemand aus der Gemeinde steckt es in den nächsten Tagen in Ihren Briefkasten. Natürlich zunächst mal nur solange unser Vorrat an Broschüren reicht.

 

 

Hier weitere Informationen zur Vorsorgebroschüre von der Website des Haus kirchlicher Dienste.

Die Vorsorge für das Ende des Lebens gehört nicht unbedingt zu den Themen, mit denen man sich gern beschäftigt. Doch eine bewusste Auseinandersetzung damit ist sinnvoll, denn Krankheiten oder Verlust eines Angehörigen kann man nicht planen. In der kürzlich erschienenen Broschüre „Ins Gespräch gebracht und gut geregelt“ ermutigt die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers zur christlichen Vorsorge für das Lebensende. „Wir wollen helfen, die Prozesse des Sterbens und des Trauerns als Teil des Lebens zu erkennen und unterschiedliche individuelle Verläufe zu verstehen“, sagt Pastorin Helene Eißen-Daub, Referentin für Besuchsdienstarbeit im Haus kirchlicher Dienste (HkD).

„Die Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben hilft, selbstbestimmt zu planen – auch für das eigene Lebensende und darüber hinaus“, so Eißen-Daub. „Sie kann auch helfen, mit meinen Nächsten über das schwierige Thema Tod ins Gespräch zu kommen, mehr von gegenseitigen Wünschen zur Art des Trauergottesdienstes, des Begräbnisses oder zur Wahl des Beisetzungsortes zu erfahren und gemeinsam gute Wege zu finden, die passen. Die bewusste Vorsorge ermutigt, selbst zu handeln, damit ich später nicht ‚behandelt‘ werde.“

Die Themen der neuen Broschüre reichen von rechtlichen Aspekten wie Patienten- und Betreuungsverfügungen über den Umgang mit Sterben und Tod bis hin zu praktischen Fragen der Gestaltung der Trauerfeier. Sie richtet sich an Menschen, die mitten im Arbeitsleben stehen und für ihre Familie alles Notwendige bedenken möchten, aber auch an Seniorinnen und Senioren, die sich bewusst sind, dass die dritte oder vierte Lebensphase begonnen hat. Auch Angehörige, die vor der Aufgabe stehen, einen Menschen in der letzten Lebensphase zu begleiten, finden hier Hilfestellungen.

„Unser Ziel war es, eine handliche, nicht zu umfangreiche Broschüre zu erstellen, die ansprechend gestaltet und gut verständlich ist und die die Beschäftigung mit diesem nicht immer einfachen Thema leichter macht“, erklärt Anita Christians-Albrecht, Beauftragte für Altenseelsorge am Zentrum für Seelsorge. Die Arbeit mit der Broschüre solle durch die Altenseelsorge und die Besuchsdienstarbeit begleitet werden.

Die 60-seitige Vorsorgebroschüre „Ins Gespräch gebracht und gut geregelt“ wurde gemeinsam von Anita Christians-Albrecht, der Juristin Erika Marten aus dem Landeskirchenamt und Helene Eißen-Daub und Dr. Katharina Rogge-Balke aus dem Haus kirchlicher Dienste erarbeitet.

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